OUR RACE NUTRITION
Precision Fuel & Hydration wurde 2011 mit einer klaren Mission gegründet: die hochgradig individuellen Ernährungsbedürfnisse von Ausdauerathleten im Wettkampf zu lösen. Das Team arbeitet mit der Weltspitze des Trailrunnings zusammen – darunter Sieger des legendären Western States 100, des Cocodona 250 und des CCC beim UTMB – sowie mit Elite-Athleten aus dem Triathlon und dem Profiradsport.
Was PF&H in der Welt der Sportnahrung auszeichnet? Ihr unermüdlicher Fokus auf Wissensvermittlung. Anstatt auf Standardlösungen zu setzen, liefert PF&H dir fundiertes Expertenwissen und wissenschaftlich basierte Tools. Damit bist du in der Lage, deine Energie- und Hydrationsstrategie exakt auf dein spezifisches Event und deine individuellen körperlichen Voraussetzungen zuzuschneiden. Auf dieser Seite (scroll down) haben wir gemeinsam mit unserer Ernährungswissenschaftlerin Juli Brüning dieses Expertenwissen kompakt und ‘leicht verdaulich’ aufbereitet. Nimm dir die Zeit und beschäftige dich mit dem Thema Energiezufuhr und Hydration im Rennen.
Bereite dich optimal auf die adidas INFINITE TRAILS vor und nutze den kostenlosen Fuel & Hydration Planner. Damit erhältst du eine personalisierte Strategie für deinen Wettkampf: einen Plan, der dir genau aufzeigt, wie viel du essen und trinken solltest, um am Renntag dein volles Potenzial abzurufen.
Damit du am Start in Gastein nichts dem Zufall überlässt, kannst du zudem eine kostenlose 1:1-Videoberatung mit einem Experten des PF&H-Teams buchen. Dort werden alle deine Fragen zu deinem individuellen Ernährungsplan im persönlichen Gespräch beantwortet.
Episode 16 unseres INFINITE TALK Podcasts mit dem Titel „FUEL TO RACE“ ist der perfekte Einstieg in das Thema Race Nutrition und Hydration. Race Director Mike Hamel und unsere AIT Performance Nutritionist Juli Brüning erläutern ausführlich, was während eines Rennens im Körper passiert, wie wir unseren Motor füttern und das System kühlen, und warum es so wichtig ist, die Wettkampfernährung nicht nur zu planen sondern auch im Vorfeld zu trainieren. Du kannst dir hier den YouTube Podcast anschauen oder ihn bei deinem nächsten Long Run auf deiner bevorzugten Podcast Plattform anhören.
Was gibt es auf der Strecke?
Bei den adidas INFINITE TRAILS werden die folgenden PF&H-Produkte (abgestimmt auf die jeweilige Distanz) eingesetzt, um dich bei deiner Energie-, Elektrolyte-und Flüssigkeitsaufnahme bestens zu unterstützen:
- PH 1000 electrolytes
- PH 1500 electrolytes
- Carb & Electrolyte Drink Mix
- PF 30 Gels
- PF 30 Caffeine Gels
- PF 90 Gels
- PF 30 Chews
- PF 60 Chew Bars
Damit du dir einen Überblick verschaffen kannst, was wir an welcher Aid Station anbieten, findest du unter jeder Streckenbeschreibung eine solche Übersicht. Große Produkteinheiten, wie z.B. das PF 90 Gel oder den PF 60 Chew Bar bieten wir immer dann an, wenn die Distanz bis zur nächsten Aid Station lang und belastungsintensiv ist. Hier ist ein Beispiel für den 60K:
Möchtest du die Verpflegung schon vor dem Renntag testen?
Denk daran: „Nichts Neues am Wettkampftag ausprobieren“. Wenn du die PF&H-Produkte also vorab im Training testen möchtest, nutze den Code AIT26 an der Kasse, um 15 % Rabatt auf deine erste Bestellung zu erhalten.
Lerne deine adidas INFINITE TRAILS Ernährungsberaterin kennen – Juli
Juli Brüning ist Trail Runner, Ernährungswissenschaftlerin und Performance Nutritionist mit Spezialisierung auf Ausdauer-, Team- und Bergsport. Mit fundierter akademischer Ausbildung (B.Sc., M.Sc.) und eigener Erfahrung als Wettkampfathletin verbindet sie wissenschaftliche Expertise mit Praxisnähe, um individuelle und umsetzbare Ernährungsstrategien zu entwickeln. Als Teil des Athlete Support Teams von Precision Fuel & Hydration erstellt sie streckenspezifische Wettkampf-Ernährungspläne – und als Gastein-Local kennt sie das Terrain und die INFINITE TRAILS Strecken wie kaum jemand sonst. Seit vielen Jahren gehört Sie zum harten Kern der adidas INFINITE TRAILS Community. Juli und Ihr Team gewannen 2025 die Team Mixed Kategorie. Juli unterstützt Athlet:innen dabei, nachhaltig zu tanken, ihre Gesundheit zu schützen und ihr volles Leistungspotenzial auszuschöpfen.
HIER SIND JULIS TIPPS FÜR DEINE RACE NUTRITION STRATEGY
Wettkampfernährung ist keine Hexenwerk – aber wenn du nur ein paar Schlüsselprinzipien richtig machst, kannst du dein volles Potenzial ausschöpfen und deinen Wettkampftag positiv erleben.
Stell dir deinen Körper wie einen Rennwagen vor. Um schnell zu sein und es bis ins Ziel zu schaffen, brauchst du den richtigen Kraftstoff, eine effektive Kühlung und ein System, bei dem alles rund läuft. Genau hier kommen deine drei Hebel für die Wettkampfernährung ins Spiel:
- Kohlenhydrate, um die Leistung anzutreiben
- Flüssigkeit, um hydriert zu bleiben
- Elektrolyte, um zu ersetzen, was du durch Schweiß verlierst, und um wichtige Körperfunktionen bei steigender Hitze und Anstrengung zu unterstützen
Zusammen helfen sie dir, deine Energie aufrechtzuerhalten, die Leistung zu unterstützen und deinen Körper über lange Distanzen effizient arbeiten zu lassen.
Den Motor füttern. Das System kühlen. Immer weiter vorwärts bewegen.
Koffein:
Koffein kann ein mächtiges Werkzeug zur Leistungssteigerung sein – vorausgesetzt, du behandelst es als Strategie und nicht als Rätselraten. Dosierungen von etwa 3–6 mg pro kg Körpergewicht können helfen, die gefühlte Ermüdung zu verringern und den Fokus zu schärfen. Bei den PF30 Caf Gels dauert es in der Regel etwa 45 Minuten, bis die Wirkung einsetzt, und Koffein hat eine lange Halbwertszeit von ca. 4–5 Stunden. Das bedeutet: Das Timing ist genauso wichtig wie die Dosis.
Richtig eingesetzt, kann es dafür sorgen, dass sich die Anstrengung erträglicher anfühlt; falsch eingesetzt, kann es den Wettkampftag in eine nervöse Achterbahnfahrt mit Nebenwirkungen wie Angstzuständen, Magen-Darm-Beschwerden oder Überhitzung verwandeln – zudem wirkt es hochgradig individuell. Mehr ist also nicht immer besser. Du musst auch nicht alles auf einmal nehmen – kleinere, gut getimte Dosen funktionieren oft am besten.
Auf den AIT-Wettkampfstrecken ist das Setup der PF 30 Caffeine Gels genau auf diese Zahlen abgestimmt. So kannst du clever starten und deine Leistung über das Rennen hinweg konstant halten, ohne mitten im Anstieg im Kopf Espresso-Mathe betreiben zu müssen. Jedes Gel enthält 100 mg Koffein – zum Vergleich: ein Espresso entspricht ca. 75 mg Koffein. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, dich mit dem Angebot der Verpflegungsstationen für deine Renndistanz vertraut zu machen – und nicht erst am Wettkampftag, wenn dein Gehirn bereits über einen vorzeitigen Ausstieg verhandelt.
Teste es im Training, finde deinen Rhythmus und halte es am Tag X konstant.
Falls du planst, Koffein in deine Ernährungsstrategie für die adidas INFINITE TRAILS zu integrieren, und tiefer in die Details gehen möchtest, bietet der Blog von PF&H eine hervorragende Übersicht. Der Artikel beleuchtet alles Wichtige – von der genauen Dosierung und dem richtigen Timing bis hin zu typischen Fehlern und der praktischen Umsetzung im Rennen.
Kohlenhydrate sind Trumpf – aber wie viel brauchst du eigentlich wirklich? 60, 90 oder sogar über 120 g pro Stunde?
Die Energieaufnahme während eines Rennens hängt ab von:
- der Belastungsintensität
- der Wettkampfdauer
- und der Fähigkeit deines Magen-Darm-Trakts, Kohlenhydrate effizient aufzunehmen
Je länger und härter du läufst, desto mehr Treibstoff braucht dein Körper in der Regel. Neben Tempo und Dauer hängt deine ideale Kohlenhydrataufnahme davon ab, wie gut dein Darm darauf trainiert ist, den Treibstoff während der Belastung zu tolerieren und aufzunehmen.
Deshalb solltest du deinen Darm genauso trainieren wie deine Beine.
60, 75 oder sogar über 90 g Kohlenhydrate pro Stunde aufzunehmen bedeutet, dem Körper einen stetigen Strom einfacher Kohlenhydrate zuzuführen – im Grunde genommen Zucker, der über die Zeit konstant geliefert wird. Das kann sich bei Wettkampfintensität nach einer großen Menge für deinen Magen anfühlen, aber die gute Nachricht ist: Du kannst ihn trainieren.
Sobald du herausgefunden hast, wie viel du benötigst:
- Trainiere deinen Darm 1–2 Mal pro Woche, ausgehend von deiner derzeit verträglichen Menge.
- Erhöhe die Kohlenhydrataufnahme schrittweise um 5–10 g pro Stunde und Woche.
- Steigere dich so weit, bis du mehr als 20 % über deinem geplanten Ziel für den Wettkampftag liegst.
- Nutze deine wichtigsten langen und hochintensiven Trainingseinheiten zum Üben.
- Am Wettkampftag fährst du die Menge dann wieder auf dein geplantes Ziel herunter.
Fang einfach an: Wenig und dafür oft funktioniert meist besser als große Mengen auf einmal.
Kleinere Dosen, stetigere Aufnahme, besserer Komfort.
Das Gleiche gilt für Flüssigkeit. Wenn du deine Schweißrate kennst, erfordern längere Rennen und heiße oder feuchte Bedingungen oft eine hohe Flüssigkeitsaufnahme. Die Zahlen zu kennen ist das eine – sie konstant zu vertragen und aufzunehmen das andere. Dein Darm kann auch darauf trainiert werden, höhere Flüssigkeitsmengen komfortabler zu verarbeiten und die Flüssigkeitsaufnahme während der Belastung zu verbessern. Konstanz schlägt Mengen-Spitzen!
Wenn du schwitzt, verlierst du nicht nur Flüssigkeit – du verlierst auch Elektrolyte, insbesondere Natrium, welches das am häufigsten im Schweiß verlorene Mineral ist.
Wenn du nicht genug davon ersetzt, könntest du Probleme mit dem Flüssigkeitshaushalt bekommen, wie zum Beispiel:
- Muskelkrämpfe
- Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, dringender Toilettendrang etc.)
- Blähungen oder Schwellungen
- Verminderte Kohlenhydrataufnahme
- Überhitzung
- Ein spürbarer Leistungseinbruch – besonders in der Hitze oder auf langen Distanzen
Nichts davon sind am Wettkampftag „kleine Unannehmlichkeiten“ – es sind genau die Dinge, die ein starkes Rennen in einen langen Spaziergang verwandeln können, den du so nicht geplant hattest.
Wie salzig dein Schweiß ist, ist weitgehend genetisch bedingt und extrem individuell – die Spanne reicht von gerade einmal 200 mg pro Liter Schweiß bis hin zu mehr als 2.000 mg/L. Das ist eine riesige Bandbreite. Genau deshalb funktioniert ein Standard-Hydrationsplan für alle nicht, besonders bei Trail-Rennen, bei denen sich die Bedingungen schnell ändern können. Die Hydrationsstrategie deiner Freunde ist nicht deine Hydrationsstrategie, selbst wenn sie auf Strava darauf schwören.
Wenn du genau wissen willst, wie viel Natrium du verlierst, kann ein professioneller Schweißtest (Sweat Test) deine individuelle Natriumkonzentration im Schweiß messen. Das hilft uns, deine Hydrationsstrategie auf deine Bedürfnisse anzupassen – und nicht auf irgendwelche Durchschnittswerte.
Dein „Salzgehalt“ ist nicht nur weitgehend genetisch bedingt, sondern verändert sich im Gegensatz zur Fitness nach dem Kleinkindalter auch kaum noch. Das ist eine gute Nachricht, denn es bedeutet, dass du diesen Test nur einmal im Leben machen musst.
Und ganz ehrlich… es ist wahrscheinlich der einzige Leistungstest, bei dem du einfach nur dasitzt und gar nichts tust.
Der Test ist:
- nicht-invasiv
- wird komplett im Ruhezustand durchgeführt
- dauert insgesamt ca. 45 Minuten, inklusive einer detaillierten Nachbesprechung und eines personalisierten Hydrationsplans
Es gibt zahlreiche PF&H Sweat Test Centres auf der ganzen Welt, wobei der Test in der Regel ca. 145 € kostet. Du findest sie HIER – oder du lässt dich vor Ort oder bei meinen mobilen Sweat Test Pop-Up-Events testen: Sweat Testing mit Juli.
Und falls du dich fragst, wie das eigentlich aussieht… hier ist ein Video vom Test in Aktion.
Denn deine Natrium-Bedürfnisse am Wettkampftag zu erraten, ist ein lustiges Spiel… bis es das irgendwann nicht mehr ist.
Jeder Mensch ist nicht nur unterschiedlich salzig, sondern schwitzt auch unterschiedlich viel. Und obwohl dieselben Faktoren den Schweißverlust beeinflussen, ist deine Position auf diesem Spektrum hochgradig individuell.
Der Flüssigkeitsbedarf während eines Rennens hängt davon ab, wie viel du schwitzt – und das variiert von Person zu Person, von Tag zu Tag und sogar innerhalb desselben Tages, abhängig von:
- Temperatur & Luftfeuchtigkeit
- Belastungsintensität
- Hitzeakklimatisierung
- Deiner Kleidung (denn Schweiß kühlt dich nur, wenn er verdunsten kann)
Infolgedessen können die Schweißraten von ca. 0,3 L/Stunde bei kühlen Bedingungen bis zu 2–3 L/Stunde bei heißen Bedingungen und hoher Intensität reichen.
Die meisten Läufer erbringen gute Leistungen bei etwa:
- 300–600 ml/Stunde bei moderaten Bedingungen (~10–15 °C)
- 600–900 ml/Stunde bei wärmeren Bedingungen oder längeren Belastungen
- >1 L/Stunde bei heißen Bedingungen und Ultras
Es gibt hier keine Einheitsgröße – sondern nur deine persönliche Zahl. Und der einzige Weg, sie zu finden, ist das Testen im Training, idealerweise unter wettkampfnahen Bedingungen.
Die Wissenschaft zeigt, dass man im Allgemeinen einen Gewichtsverlust von etwa 2–4 % durch Schweiß tolerieren kann, bevor die Leistung spürbar nachlässt. Das bedeutet, dass du nicht alles ersetzen musst, was du verlierst – du musst dich nur im effektiven Bereich bewegen.
Wenn du in der Vergangenheit Probleme wie ungewöhnliche Müdigkeit, eine erhöhte Herzfrequenz oder Magen-Darm-Beschwerden hattest, könnte die Hydration (oder Dehydration) eine Rolle gespielt haben. Wenn du hier alles richtig machst, unterstützt das wichtige Systeme während des Rennens:
- Aufrechterhaltung des Blutvolumens für eine effiziente Herzfunktion
- Regulierung der Kerntemperatur, um Überhitzung zu verzögern
- Unterstützung der Darmfunktion durch Aufrechterhaltung des Blutflusses während der Belastung
Um deine Hydration feinzutunen, ist das Messen der Schweißrate der effektivste Weg. Die Anleitung zur Messung der Schweißrate findest du HIER.
Bei den Elektrolyten ist es das Ziel, die Natriumkonzentration deines Schweißes in deinen Flüssigkeiten widerzuspiegeln.
Wenn dein Schweiß beispielsweise ca. 1.000 mg Natrium pro Liter enthält, sollte eine 500-ml-Flask idealerweise ca. 500 mg Natrium enthalten – so ersetzt du proportional genau das, was du unterwegs verlierst.
Das fühlte sich nach einem ziemlich rasanten Dauerlauf durch die Ernährungswissenschaft an, und vielleicht haben wir unterwegs die Hälfte der Gruppe verloren…
Wenn du Fragen hast, rate nicht herum – sprich mit einem echten Menschen. Du kannst eine kostenlose, 20-minütige 1:1-Videoberatung mit einem der Experten des PF&H-Teams buchen, um alles in Ruhe durchzugehen.
Sie sind es gewohnt, mit allen erdenklichen Fragen gelöchert zu werden, und lieben es wirklich, Athleten dabei zu helfen, ihre Strategie zu perfektionieren.
Buche deinen Call HIER.
Okay – jetzt kennen wir deine Zahlen… aber wie erreichst du sie eigentlich?
Du hast verschiedene Möglichkeiten, deine Kohlenhydrataufnahme ganz nach deinen persönlichen Vorlieben, der Logistik und dem Angebot der Verpflegungsstationen zu gestalten. Jedes Produkt zeigt seinen Kohlenhydratgehalt klar auf der Vorderseite an, sodass du selbstbewusst kombinieren kannst.
Mit Optionen wie den PF30 Gels, PF30 Chews (2 × 15 g Kohlenhydrat-Chews), PF60 Chew Bars oder dem PF90 Gel Pouch gibt es ein passendes System für jede Wettkampfstrategie – vom stetigen Nippen bis hin zu vereinfachten Verpflegungsplänen.
Du kannst Texturen und Formate variieren, um Geschmacksermüdung zu verringern, eine Überreizung des Gaumens zu vermeiden und dafür zu sorgen, dass sich die Aufnahme über lange Stunden hinweg machbar anfühlt.
Oder… du hältst es wunderbar einfach:
1 × PF90 Gel pro Stunde für 4, 6 oder sogar 7 Stunden Rennzeit – wenn du ca. 90 g/Stunde anstrebst und Energie und Hydration getrennt voneinander hältst.
Darüber hinaus kannst du mit dem Carb & Electrolyte Drink Mix auch flüssige Kohlenhydrate nutzen, die sowohl Energie als auch Natrium in einem System vereinen – effizient, praktisch und wettkampftauglich.
Kein langes Nachdenken. Einfach eine konstante Energiezufuhr, die zu deinem Rennen passt.
So erreichst du deine Zielwerte
Ein Blick auf die Grafik zeigt: Es gibt viele Wege, um deine Zielwerte für Kohlenhydrate, Flüssigkeit, Natrium und Koffein zu erreichen – kombiniert oder getrennt, flüssig oder fest, mit Koffein oder ohne.
Die eine, universell „beste“ Strategie gibt es nicht. Jeder Ansatz hat seine eigenen Vor- und Nachteile. Was für einen Athleten perfekt funktioniert, kann sich für die Nächste komplett falsch anfühlen. Renndauer, Intensität, Temperatur, Logistik und persönliche Vorlieben spielen alle eine Rolle.
Am Ende zählt nicht der vermeintlich perfekte Plan – sondern ein Plan, den du tatsächlich im Training getestet hast.
Sorge dafür, dass du am Renntag genau weißt, was du wann nimmst. Dein Magen, dein Kopf und deine Beine müssen das Drehbuch im Schlaf beherrschen.
Da an den Verpflegungsstationen entlang der INFINITE TRAILS Strecken sowohl das PH 1000 Electrolyte Drink als auch der PF Carb & Electrolyte Drink Mix angeboten werden, ist es wichtig, den Unterschied zu verstehen – denn sie sind für zwei völlig verschiedene Aufgaben gedacht.
Das PH 1000 ist ein Getränk, das auf die reine Hydration fokussiert ist. Es handelt sich um eine Brausetablette, die in Wasser aufgelöst wird und primär Elektrolyte mit einer Stärke von 1.000 mg Natrium pro Liter liefert – nahezu ohne Kohlenhydrate. Es verwendet eine kleine Menge Süßstoff (Sucralose) für den Geschmack, aber seine Hauptaufgabe ist einfach: Natrium ersetzen und die Hydration unterstützen.
Der PF Carb & Electrolyte Drink Mix hingegen ist Energie + Hydration in einem. Er liefert ebenfalls 1.000 mg Natrium pro Liter, fügt jedoch 60 g Kohlenhydrate pro Liter in einem Glucose-zu-Fructose-Verhältnis von 2:1 hinzu, was eine höhere Kohlenhydrataufnahme während des Rennens unterstützt.
Dieser Natriumgehalt von 1.000 mg/L ist so konzipiert, dass er dem Bedarf eines „durchschnittlich salzigen Schwitzers“ entspricht (typischerweise ~850–950 mg/L). Wenn du salziger schwitzt, kannst du deine Natriumaufnahme durch die Zugabe von Elektrolytkapseln erhöhen. Wenn du weniger salzig schwitzt, verdünne das Ganze einfach mit zusätzlichem Wasser, um die Konzentration zu senken.
Zwei Getränke, zwei Rollen – dasselbe System, unterschiedliche Aufgaben.
Carb Loading – 48 Stunden vorher
Carb Loading (das Laden von Kohlenhydraten) ist eine strategische Methode, um deine Glykogenspeicher vor dem Wettkampftag maximal aufzufüllen. So startest du mit vollem Tank, verzögerst die Ermüdung und hältst deine Leistung bei längeren Belastungen aufrecht.
Die Kohlenhydratspeicher deines Körpers (Glykogen) sind ziemlich begrenzt – und bei Wettkampfintensität sind sie schnell aufgebraucht. Nach ca. 90 Minuten moderater bis harter Anstrengung beginnt die Leistung nachzulassen. Das fühlt sich meistens so an: Die Beine werden schwer, das Tempo sinkt und dein Gehirn fängt an, Deals auszuhandeln, denen du nie zugestimmt hast. Du fährst nicht gegen die Wand, weil du unfit bist. Du fährst dagegen, weil der Tank leer ist.
Wenn das Muskelglykogen erst einmal weg ist, ist es weg. Deshalb ist eine hohe Verfügbarkeit von Kohlenhydraten vor und während längerer Belastungen der Schlüssel zur Leistung.
Wie es funktioniert:
Wenn du Kohlenhydrate isst, werden sie in Glukose aufgespaltet und als Glykogen gespeichert. Dieses Glykogen lagert an zwei Hauptorten:
- Leberglykogen hält dein Gehirn am Laufen und den Blutzuckerspiegel stabil – selbst über Nacht, während du schläfst.
- Muskelglykogen wird direkt in den arbeitenden Muskeln gespeichert und fungiert als dein Wettkampf-Kraftstofftank, der beim Training oder Wettkampf direkt angezapft wird.
Wie viel du brauchst:
Die Wissenschaft empfiehlt 8–12 g Kohlenhydrate pro kg Körpergewicht und Tag. Für einen 70 kg schweren Athleten sind das etwa 480–840 g Kohlenhydrate pro Tag – oder umgerechnet rund 10 Tassen gekochter weißer Reis. Das ist eine Menge. Ohne Übung kann das nach hinten losgehen und dazu führen, dass du dich übervoll, träge oder aufgebläht fühlst. Wenn du noch nie ein Carb Loading gemacht hast, gehe es konservativer an und starte bei etwa 6 g/kg Körpergewicht.
Lade deine Kohlenhydrate nicht mit irgendetwas auf!
Kuchen, Pommes, Kekse und Eiscreme enthalten technisch gesehen zwar Kohlenhydrate. Aber für das Carb Loading gilt hier ein klares Nein: Fettreiche Lebensmittel verlangsamen die Verdauung, machen es schwerer, deine Kohlenhydratziele zu erreichen, und sättigen dich, bevor du deine Glykogenspeicher überhaupt richtig aufgefüllt hast. Am Ende bist du „gemütlich vollgestopft“ statt optimal aufgetankt. Zudem erhöht eine hohe Fettzufuhr vor dem Rennen das Risiko für Magen-Darm-Probleme auf der Strecke. (Heb dir das Eis für nach dem Zieleinlauf auf – dort schmeckt es ohnehin immer besser.)
Was wirklich funktioniert:
Das Carb Loading ist nicht der Zeitpunkt für Experimente. Es geht um einfache, vertraute und leicht verdauliche Lebensmittel. Halte dich an:
- weißen Reis, weiße Nudeln, Reisnudeln
- Kartoffeln (ohne Schale)
- weißen Toast/helle Bagels mit Honig oder Marmelade
- (Bananen-)Pancakes mit Sirup
- PF30 Chews, Chew Bars, Kohlenhydrat-Getränkemischungen und Gummibärchen
- Fruchtsaft, Bananen, Fruchtpürees (Quetschies)
- ballaststoffarme Cornflakes, Cracker
Merke dir:
Wenig Ballaststoffe, wenig Fett, moderat Protein, viele Kohlenhydrate.
Tauche nicht mit halbleerem Tank auf. Starte mit vollen Speichern, stabilen Beinen und ohne offene Fragen.
Das Frühstück vor dem Rennen: Versuche 3–4 Stunden vor dem Start deines Rennens ein kohlenhydratreiches, fettarmes, ballaststoffarmes und proteinarmes Frühstück zu essen, um deine Energiespeicher aufzufüllen, ohne deinen Magen zu belasten.
Eine einfache Faustregel: Passe die Kohlenhydrate an das Timing an.
- ~3 Stunden vor dem Start → ~3 g Kohlenhydrate / kg Körpergewicht
- ~2 Stunden vor dem Start → ~2 g Kohlenhydrate / kg Körpergewicht
Je näher du dem Start kommst, desto leichter und einfacher sollte es sein – dieselben Prinzipien wie bei deiner Carb-Loading-Strategie, nur spezifischer auf das Rennen abgestimmt.
Setze auf vertraute, leicht verdauliche Optionen wie:
- Milchreis mit Ahornsirup
- Cornflakes mit Kuhmilch oder Pflanzenmilch
- Haferbrei (Porridge) mit Banane (falls du es gut verträgst)
Nichts Neues, nichts Schweres – einfach den Tank noch einmal auffüllen, ohne deinem Magen am Morgen des Rennens zusätzliche Arbeit aufzubürden.
Vorhydration („Preloading“)
Um optimal hydriert ins Rennen zu gehen, lohnt es sich, eine einfache Strategie anzuwenden, die sich Vorhydration (Preloading) nennt. Die Idee dahinter ist, die Verfügbarkeit von Flüssigkeit und Natrium vor dem Start zu erhöhen, damit dein Körper voll aufgetankt ins Rennen geht, anstatt von Anfang an einem Defizit hinterherzulaufen.
Ein praktischer Ansatz: Trinke 1 × PH 1500 Tablette in 500 ml Wasser am Abend vor deinem Rennen und noch einmal am Rennmorgen. Versuche, deine Flasche 90–60 Minuten vor dem Start auszutrinken. Das gibt deinem Körper Zeit, aufzunehmen, was er braucht, und sich zu beruhigen, bevor der Startschuss fällt.
Beim Preloading geht es nicht darum, unzählige nervöse Toilettengänge zu provozieren – es bewirkt genau das Gegenteil. Es reduziert die klassische „Nur noch ein letztes Mal…“-Schleife auf einen einzigen, gut getimten Toilettengang, während es dir hilft, die Flüssigkeit und das Natrium zu speichern, die für deine Leistung wirklich zählen.
Einfaches Ziel:
Hydriert und entspannt an der Startlinie stehen, anstatt zum fünften Mal in der Schlange vor den WCs zu warten.
Schnapp dir deine Flasche mit dem PH1500, mach dich auf den Weg zu deinem letzten Spaziergang vor dem Rennen zur AlpenArena, nimm unterwegs regelmäßige Schlucke und gib deine Tasche an der Alpentherme ab – Bikini, Flip-Flops und die Post-Race-Party-Mentalität inklusive.
Trink deine Flasche rechtzeitig aus, nutze die letzte Chance für einen Boxenstopp auf der Toilette und komm top vorbereitet an die Startlinie.
Letzter Top-up vor dem Start:
Nimm in den letzten 30–15 Minuten vor dem Startschuss eine kleine, leicht verdauliche Kohlenhydratportion zu dir – etwa ~30 g einfache Kohlenhydrate, zum Beispiel 1 × PF30 Gel oder PF30 Chew.
Dies fungiert als finaler „Einschalter“ für dein System. Es pusht die im Blut zirkulierende Energie und stellt sicher, dass du direkt beim Start leicht verfügbaren Treibstoff hast, während deine gespeicherten Glykogenreserven für einen späteren Zeitpunkt des Rennens geschont werden.
Als Orientierungshilfe für deine Wettkampfernährung kannst du den kostenlosen PF&H Fuel & Hydration Planner nutzen, um einen soliden Ausgangspunkt für deine individuellen Ziele zu erhalten. Von dort aus kannst du deine Strategie mithilfe unseres adidas INFINITE TRAILS Guides hier verfeinern – oder sie in einer kostenlosen 1:1-Videoberatung mit einem der Experten des PF&H-Teams noch genauer abstimmen.
So werden deine Ergebnisse im Fuel & Hydration Planner angezeigt. Die Fragezeichen zeigen an, was auf der Strecke verfügbar ist, und liefern schnelle, praktische Tipps, die dir helfen, deine Strategie zu optimieren.















